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Zahlen & Fakten

Gemeindefläche: 83,61 qkm

Flächenmäßig zweitgrößte Gemeinde des Landkreises Landshut

 

 

Einwohnerzahlen (ohne Nebenwohnsitz): 11.386 (Stand 01.01.2014)

Einwohnerzahlen (mit Nebenwohnsitz):    11.886

 

Einwohnerzahlen der Ortsteile (Stand 01.01.2014):

ohne Nebenwohnsitz            mit Nebenwohnsitz
Essenbach3.2173.346
Mirskofen1.8771.970
Altheim1.7611.857
Wattenbach              1.0421.072
Ohu2.7282.834
Mettenbach776807

  

  

Statistische Entwicklung:

1970 | 6.240 Einwohner

1980 | 6.879 Einwohner

1984 | 7.724 Einwohner

1988 | 8.101 Einwohner

1992 | 8.677 Einwohner

1996 | 9.519 Einwohner

2000 | 10.348 Einwohner

2010 | 11.485 Einwohner

 

  

Hebesätze:

Gewerbesteuer 320 vH

Grundsteuer A 250 vH

Grundsteuer B 250 vH

 

 

Wirtschaftliche Verhältnisse:

Der Markt verfügt über eine ausgewogene, krisenfeste Wirtschaftsstruktur. Es finden sich neben Handwerks- und Handelsbetrieben auch zahlreiche Dienstleistungs- und Industriebetriebe mit vielfältigem Arbeitsplatzangebot. Darüber hinaus ist der Markt auch Standort der Kernkraftwerke Isar 1 und 2.

 

 

Nichtlandwirtschaftliche Arbeitsplätze:

  • Sozialversicherungspflichtige Beschäftigte am Arbeitsort Essenbach (alle Beschäftigten, die in Essenbach arbeiten, unabhängig davon wo sie wohnen): 4.787 (Stand: 30.06.2013)
  • Gesamtzahl der Gewerbeanmeldungen: ca. 1.000 Der Markt Essenbach hat sich damit in den letzten Jahren zu einem bedeutenden Standort von Gewerbe und Industrie mit den dazugehörigen Arbeitsplätzen entwickelt.
    Dies zeigt sich gerade auch darin, dass sich in den neuen Gewerbegebieten auch zahlreiche Firmen aus der benachbarten Stadt Landshut angesiedelt haben, wodurch sich die Zahl der bisher nach Landshut auspendelnden Berufstätigen zugunsten der Berufstätigkeit innerhalb des Gemeindegebiets sowie der von auswärts einpendelnden Beschäftigten verschoben hat.

Die Entstehung der politischen Gemeinde Essenbach

Schon während der Jungsteinzeit wechselten die Träger verschiedener Kulturen ab; eine davon bekam wegen der besonderen, hier zuletzt vorgefundenen Art der hinterlassenen Keramik die Bezeichnung „Altheimer Kultur“, deren namengebender Fundort zum Gemeindebereich gehört. Auch eine römische Besiedelung kann nach archäologischen Funden für dieses Gebiet um Altheim, Essenbach und Wattenbach angenommen werden.

 

Während des frühesten Mittelalters, schon vor der Einwanderung der Baiern im 6. Jahrhundert, war in Altheim eine Siedlung. Die anderen Orte entlang der Hügelkette und in den Seitentälern stammen aus der Zeit des 8. und 9. Jahrhunderts.

 

Bevor die ursprünglichen "Gmainen" zu Beginn des 19. Jahrhunderts als selbständige politische Gemeinden entstanden, herrschten im Gebiet des Marktes Essenbach die verschiedensten Abhängigkeitsverhältnisse. Gemeinsam für alle aber war der Kirchensprengel der Pfarrei Altheim, zu der außer Mettenbach alle Orte des heutigen Marktes Essenbach gehörten, bis in Essenbach ebenfalls eine Pfarrei gegründet wurde. Auf diese Weise war die heutige politische Zusammengehörigkeit in einer jahrhundertealten kirchlichen Verbundenheit schon vorgeprägt.

 

Bereits im Jahre 1869 sollten auf Vorschlag des Bezirksamtes jeweils mehrere Gemeinden zu Bürgermeistereien zusammengeschlossen werden (und zwar Essenbach mit Oberwattenbach und Ohu sowie Altheim mit Mirskofen und Ergolding). Diese Zusammenlegungen zu Verwaltungseinheiten sollten freiwillig erfolgen; sie scheiterten an den damals noch nicht überwindbaren großen Entfernungen und am allgemeinen Misstrauen der Bevölkerung.

 

Hundert Jahre später wurde die Zusammenlegung wieder in Angriff genommen, wohl unter günstigeren Voraussetzungen. Nach dem freiwilligen Zusammenschluss der Gemeinden Altheim, Essenbach und Mirskofen am 01.04.1971 und dem Anschluss der Gemeinde Oberwattenbach am 01.07.1972 erfolgte zum 01.05.1978 die Eingliederung der Gemeinden Mettenbach und Ohu. Ergebnis dieser fast ein Jahrzehnt währenden Gebietsreform ist das heutige Gemeindegebiet des Marktes Essenbach.

 

Nachdem Essenbach bereits im Jahre 1979 von der Bayerischen Staatsregierung als Kleinzentrum eingestuft worden war, konnte es bei der Fortschreibung des Landesentwicklungsprogrammes Bayern im Jahr 1994 zum Unterzentrum aufgestuft werden.

 

Aufgrund der stetigen Fortentwicklung wurde die Gemeinde Essenbach im September 1998 in einem feierlichen Akt durch das bayerische Staatsministerium des Inneren zum Markt erhoben. Die Verleihung des Prädikats „Markt“ stellt nach den Richtlinien des Ministeriums eine deutliche Heraushebung aus dem Kreis der übrigen Gemeinden dar und wird daher nur nach strenger Prüfung aller Kriterien vorgenommen, wobei großer Wert darauf gelegt wird, dass sich die Entwicklung der Gemeinde von der vergleichbaren Gemeinden deutlich positiv abhebt.


 
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